Am Freitagabend wurde fleißig trainiert um unsere Doppelbilanz weiter zu optimieren. Ohne Tommi Krapf und am ungewohnten Samstagnachmittag fuhren wir dennoch mit etwas gemischten Gefühlen zu den Vorstädtern nach Ammersricht, die in Bestbesetzung antraten.
Ralf Deiler und Markus Schneider, diesmal als Doppel 2 aufgestellt, mussten gegen Peter Lippl und Helmut Zintl ran. Alle Sätze waren hart umkämpft und erst im fünften Satz in der Verlängerung waren Ralf und Markus die glücklicheren und gewannen mit 15:13.
Dies sollten allerdings unsere einzigen Glücksmomente sein ...
Viktor Schober und Ersatzmann Werner Singer spielten ein spielerisch sehenswertes Doppel gegen Stephan Leitner und Stefan Lippl und hatten es eigentlich auf der Schaufel die Partie nach Hause zu bringen. Sie konnten aber trotz deutlicher Führung den 4. Satz nicht nach Hause bringen und damit war die 1:3 Niederlage perfekt. Wolfgang Jedich und Alois Raab gewannen die ersten beiden Sätze gegen Gerhard Gimpl und Thomas Lippl und es sah nach einem klaren 3:0 für die beiden aus, aber dann brach die "Seuche" aus. Nichts ging mehr, den vierten Satz gab man mit 11:2 unterirdisch ab und dann gibt es ja auch noch Netzroller und Kantenbälle. Aber an diesem Nachmittag größtenteils nur für die Heimmannschaft und dann auch noch zu den richtigen Zeitpunkten wie z.B. 9:7 oder ähnlich gelagerten Spielständen. Langer Rede, kurzer Sinn: Mit 3:2 ging dieses sicher geglaubte Doppel verloren.
Die Forsetzung ließ nicht lange auf sich warten. Die Niederlage von Viktor Schober gegen Peter Lippl kam nicht unerwartet. Viktor spielte zum ersten Mal gegen Peter und kam in den ersten beiden Sätzen mit dem sehr unangenehmen Spiel überhaupt nicht zurecht. Im dritten Satz wusste dann Viktor aber, wie der Hase läuft und hätte fast, wenn nicht - siehe oben - 12:14 und 0:3. Gegen Helmut Zintl hatten wir uns und vor allem Ralf Deiler selbst einen Erfolg erhofft. Aber Ralf konnte gegen Helmut keinen Druck aufbauen, so dass in ungewohnt langen Rückhand-Schupfballwechseln kaum eine Abschussmöglichkeit für Ralf zustande kam. Das Spiel hätte auch unentschieden enden können, wenn nicht die oben erwähnten Spezialbälle ihre Wirkung hätten: 9:11 im fünften Satz - leider gegen Ralf.
Die Partie von Alois Raab gegen Stephan Leitner zeichnete sich durch sehenswerte Konterballwechseln aus. Alois brachte es dann fertig in den Sätzen 2 und 3 mit 8:4 oder 8:5 zu führen und jeweils 8:11 zu verlieren. Zur Stimmung von Alois schreibe ich lieber nichts. Wolfgang Jedich glaubte nach dem ersten Satz - 11:1 - leichtes Spiel gegen Stefan Lippl zu haben und wurde eines besseren belehrt. Im zweiten Satz lag er gleich 5:0 zurück, wovon 4 Punkte durch Netzrroller bzw. Kantenball erzielt wurden. Wolfgang war nervlich sichtlich angefressen und gab Satz 2 und 3 mit 3:11 und 4:11 einfach ab. Im vierten Satz hatte er sich bzw. seine Nerven wieder im Griff und hatte beim Stand von 9:9 Aufschlag. Diesen retournierte Stefan nach den an diesem Nachmittag geltenden Regeln auch gleich mal wieder als Kantenball; zuviel für Wolfgang und mit 1:3 die zweite Sasisonniederlage.
Werner Singer als Ersatzmann für Thomas Krapf spielte auch im Einzel tolles Tischtennis gegen Gerhard Gimpl. Nach Anfangsschwierigkeiten im ersten Satz gingen Satz 2 und 3 an Werner und der vierte Satz war eigentlich auch schon seiner, aber eben nur eigentlich. Und so erging es ihm wie auch den anderen Siemensianern: Der vierte Satz ging verlorgen und im fünften Satz musste er sich mit 7:11 geschlagen geben. Markus Schneider spielte gegen Thomas Lippel ebenfalls schönes Tischtennis, aber das alleine reichte nicht um gegen Thomas zu gewinnen. Der kurze Hoffnungsschimmer nach dem recht deutlich gewonnenen 3. Satz - 11:6 - erlosch im entscheidenden 4. Satz gleich wieder.
1:8 nach der ersten Runde - so hatten wir uns das wirklich nicht vorgestellt. Und als dann Ralf Deiler im zweiten Einzel gegen Peter Lippl die zweite Einzelniederlage, die nichts mit Netz- und Kantenbällen zu tun hatte, mit 0:3 einstecken musste, konnten wir nur den Sportkameraden von Luitpoldhütte zu ihrem Sieg gratulieren, der sicherlich verdient war, aber nicht in der Höhe.
In Summe ein recht harter touch down für uns. Die Lust zur obligatorischen Spielanalyse war vergangen. Ein Vorteil hatte das Ganze doch noch: Man war rechtzeitig zu Hause und konnte in der Sportschau noch sehen, dass der Club mit 3:0 gegen Hertha gewonnen hat.
Bis zum nächsten Mal gegen Kümmersbruck.

