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Die nächste Klatsche gegen Kümmersbruck

Mit gemischten Gefühlen ging die 1.Herrenmannschaft das Heimspiel gegen Kümmersbruck nach der 1:9-Niederlage vom vergangenen Wochenende gegen den Tabellenführer Luitpoldhütte an. - musste sie doch ohne ihren "friesischen Totschläger" aus dem Mittelpaarkreuz Wolfgang Jedich antreten. Wolle machte wieder Heimaturlaub bei Flensburg. Wer sollte also an seiner Stelle die Punkte holen und den Bericht schreiben? Letzteres hat sich geklärt, ersteres auch??

Also hieß es wie üblich vorher ab ins Parapluie: Taktikbesprechung und Mannschafts-Doping wie bei den Radfahrern vom Team Telekom, nur nicht mit EPO und Eigenblut, sondern mit leichtem Weizen (für die Fahrer) und Kellerbier. Besonders für Alois mussten wir seinen richtigen Pegel fürs Punktspiel ausloten! Nach langen Gedankenspielen einigten wir uns darauf, die Doppel nicht groß auseinander zu reißen. Ersatzmann Werner spielte anstelle von Wolle mit Alois das Dreier-Doppel, Markus und Ralf wieder Doppel 1, Viktor und Thommy Doppel 2.

Als wir in die Halle kamen - öfter mal was Neues - war drin noch ein Zirkeltraining-Parcours von den Leichtathleten aufgebaut. Nett gemeint, Jungs, aber wie sollen wir denn den Ralf über einen Kasten bringen? Mit ´nem Kran?!? Also erst mal den Schrott abgebaut, die Tische aufgestellt - und dann gingen die bangen Blicke nach oben. In welcher Aufstellung würden denn die Kümmersbrucker kommen? Volles Rohr, oder vielleicht nur zu viert und davon noch zwei Mann Ersatz - bei denen ist ja einiges möglich...Aber den Gefallen taten sie uns nicht. Zwar war auch unser allseits beliebter Sportkamerad Hans Plössl da, aber nur als Edelfan. Ansonsten kamen die Gäste in ihrer bewährten Aufstellung. Aus ihrem großen Angebot an guten Spielern fehlte nur Klaus Pünder, dafür war wieder Wolfgang Scharnagel, der Mann mit den fürchterlichsten Belägen der westlichen Hemisphäre, am Start.

Mit frischem Mut ging´s an die Doppel. Ralf Deiler und Markus Schneider bekamen es mit Andreas Niebler und André Sailer zu tun, Viktor Schober und Thomas Krapf mit den Spitzenspielern Oliver Günther und Sandra Grassler. Und es ging auch gleich gut los: Beide gewannen ihren ersten Satz. Doch leider kippten die Begegnungen in der anderen Stellung. Markus hatte gegen die Bälle von André nicht die richtigen Mittel, 1:11 ging der Satz in die Hose; auch unser 2er-Doppel vergeigte den zweiten Satz mit 4:11 - und auch die weiteren Sätze gingen an Kümmersbruck. 0:2 nach der ersten Runde.

Aber wir hatten ja alles auf den Punkt im Dreier-Doppel gesetzt. Alois Raab wie gewohnt aggressiv und Werner Singer wie gewohnt besonnen und hochkonzentriert - sie sollten es richten gegen Frank Lippold und Wolfgang Scharnagel. Doch zu hoch war ihre Fehlerquote und immer wieder klatschte Frank seine Schüsse rein - 4:11 ging der 5.Satz verloren, damit war schon der Super-GAU eingetreten, 0:3 nach den Doppeln!

Jetzt mussten wir sehen, wo wir bleiben. Sandra Grassler kündigte schon vor dem Spiel gegen Ralf an, dass sie ihn glatt 3:0 besiegen werde. Also versuchte Markus noch eine Flasche Bier und eine Zigarette für Ralf rauszuschachern, wenn er das 0:3 gleich reinschreiben würde. Ralf ließ sich nicht darauf ein - großer Fehler, wie sich schon bald herausstellte. In den ersten beiden Sätzen bekam Ralf kein Bein auf die Erde, im dritten hatte er den Dreh raus. Doch auch der ging 9:11 verloren und das Spiel tatsächlich 3:0 an Sandra - keine Drogen für Ralf...

Unser Viktor war an diesem Abend nicht zu beneiden. Nein, nicht weil ihn seine Frau begleitete, sondern weil er von einem grausigen Katarrh, im Fachjargon Sinusitis genannt, geplagt war, sich aber tapfer an die Tische schleppte. Seinem Spiel war aber die Erkrankung (fast) nicht anzumerken. Nach hoch verlorenem 1.Satz gegen Oliver Günther stellte er sich immer besser auf ihn ein, gewann den zweiten, hatte im dritten Satzbälle - und verlor noch 10:12. Auch der vierte Satz und das Spiel ging an den Kümmersbrucker. Gesamtstand 0:5, au weh...

Was macht Alois, unsere Zaubermaus, gegen Frank Lippold? Er wehrte sich tapfer, hatte dann auch den Bogen raus, die Topspins des Gegners nicht volles Rohr, sondern langsamer zurückzublocken, und verlor dennoch wieder 11:13 im 5.Satz... Alois hat zur Zeit wirklich kein Glück - oder immer noch nicht den richtigen Pegel eingestellt!

Wer konnte denn nun noch einen Einzelpunkt holen? Für Thomas Krapf hingen die Trauben sehr hoch. Er musste ins Mittelpaarkreuz aufrücken und bekam als Gegner den bezirksligaerfahrenen Andreas Niebler. Thommy hatte nur im zweiten Satz gegen Niebus eine Chance, verlor diesen aber auch 11:13 und das Spiel 0:3.

Nicht viel besser erging es Ersatzmann Werner hinten gegen André Sailer. Zweimal 9:11, einmal 5:11 - André war wie schon im Doppel an diesem Abend einfach bärenstark.

So blieb noch Markus übrig im letzten Einzel der ersten Runde. Er hatte die "dankbare" Aufgabe, gegen den Anti-Top auf der Vorhand und die langen Noppen auf der Rückhand von Wolfi Scharnagel ankämpfen zu dürfen. Markus lag auch gleich in Führung, doch einige gute Vorhandschüsse von Wolfgang und ein paar leichte Fehler zuviel bei den eigenen Angriffsbällen kosteten ihn noch den ersten Satz mit 10:12. Doch im zweiten Satz wusste Markus, wie´s geht, und knackte seinen Gegner mit weichen Angriffen über seine Rückhandnoppen. Am Ende war´s ein ungefährdetes 3:1 - unser erster Punkt!

Viktor hatte schon sein zweites Einzel gegen Sandra vorgezogen, um sich bald ins Krankenbett zurückziehen zu können. Es entwickelte sich ein Spiel mit fantastischen Ballwechseln, bei denen man Viktors Handicap wieder nicht anmerkte. Doch das Pech klebte ihm weiter am Schläger. Wieder fehlten nur ein paar Pünktchen zum Sieg - und wenn er fit gewesen wäre, wären vielleicht auch nicht die paar Fehler bei Sandras Ballonabwehr und die vergebenen Satzbälle passiert. So aber war klar, dass Kümmersbruck das Match gewonnen hat - war nur noch die Frage, ob 9:1 oder 9:2, da Ralfs Einzel gegen Oliver Günther noch vorher zählte. Ralf machte es noch einmal spannend und kam wesentlich besser ins Spiel als in seinem ersten Einzel, aber Olivers starke Rückhand brachte ihm die entscheidenden Punkte und den Sieg im 5.Satz.

Zum zweiten Mal hintereinander fuhren wir mit einem 1:9 nach Hause. Das soll aber wieder besser werden in 2 Wochen gegen den TV. Da sind wir wieder komplett - und der TV hat auch nur tags darauf den Tabellenführer Luitpoldhütte 9:7 geschlagen...Aber man wächst schließlich mit seinen Aufgaben - und wegen des guten und reichlichen Essens (siehe Ralfs Calzone beim Luigi mit "ein bisschen Knoblauch", sprich: "ganzen Früchten"!).

 

 

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2010-09-26 22:50:39  |  sgs-amberg-tischtennis.de  |  Alle Rechte vorbehalten.  |  Impressum  |  Druckversion