Unser Kapitän Harry Zielbauer hatte schon ein glückliches Händchen beim Ziehen der Halbfinalpaarungen. Als erstes mussten wir gegen die 2. Vertretung des SV Etzelwang antreten. Dies war der erwartet leichte Gegner. Nur Michael Weiß hatte Anfangs Schwierigkeiten, den an diesem Tag sehr gut spielenden Müller zu halten. Es war ein schneller Sieg mit 5:0.
Parallel hatte es Auerbach II mit dem TUS Kastl zu tun. Diese Aufgabe wurde von Auerbach souverän gelöst. Mit 5:0 ging der Sieg an Auerbach.
Das Endspiel lautete nunmehr SG Siemens gegen Auerbach. Am vorderen Tisch spielte Jürgen Kiener gegen Ertl. Im ersten Satz überraschte Kiener den schon in der Landesliga-Mannschaft spielenden Ertl und gewann deutlich mit 11:6. Danach drehte Ertl richtig auf. Obwohl sich Jürgen heftig wehrte und in dem einen oder anderen Satz den Sack hätte zumachen können, gewann Ertl auf Grund seiner höheren Risikobereitschaft mit 3:1 Sätzen. Johannes Raab spielte parallel gegen Preuß. Johannes spielte sicher und konzentriert ohne zu glänzen. Letztlich reichte es zu einem deutlichen Sieg. Weiß musste nun gegen Ertl ran, und Weiß erwischte keinen guten Tag. Seine Rückhand ließ ihn total im Stich. Ertl gewann sicher in drei Sätzen. Raab musste gegen seinen Angstgegner Renner ran. Wie eigentlich immer gewann Johannes den ersten Satz, danach war nichts mehr zu machen und er verlor in vier Sätzen.
Zwischenstand 3:1 für Auerbach. Dies war nicht einkalkuliert. Jürgen Kiener spielte nunmehr gegen Renner. Und Jürgen war heiß, er spielte am oberen Limit seines Spielvermögens und zwang Renner immer wieder mit seiner Slicerückhand zu Fehlern. Der Sieg in vier Sätzen war hoch verdient. Am anderen Tisch setzte sich Weiß gegen Preuß klar durch und gewann erwartet in drei Sätzen.
Raab trat gegen Ertl an. Und Raab spielte sein bestes Tischtennis. Dies war an diesem Tag erforderlich, weil Ertl bis dato sehr stark gespielt hatte. Raab hatte seine Nerven und seinen Gegner im Griff. Starke Ballwechsel bestimmten einen Großteil des Spiels. Und Johannes gewann das Spiel in fünf Sätzen.
Michael Weiß musste gegen den unangenehm spielenden Renner ran. Ein Sieg hätte gereicht zum Gewinn des Pokals. Aber wie Eingangs schon erwähnt, erwischte Weiß keinen guten Tag und machte viele leichte Fehler auf seiner Rückhandseite. Dadurch war er verunsichert und spielte auch seine Vorhand nicht mehr so wie gewohnt. Renner setzte sich deshalb verdient in vier Sätzen durch. Der Spielstand nunmehr 4:4 Das allerletzte Spiel musste die Entscheidung bringen. Jürgen Kiener gegen Preuß. Und Jürgen spielte seine ganze Routine und psychische Stärke aus. Er demoralisierte Preuß in einer Weise, wie ich es noch selten gesehen habe. Preuß war vollkommen verunsichert. Selbst seine sonst so starke Rückhand ließ ihn im Stich. Jürgen gewann in drei Sätzen nicht nur sein Spiel sondern war durch seine zwei wichtigen Siege gegen Renner und Preuß der Matchwinner.
S i e g mit 5:4 gegen Auerbach, und die Qualifikation zum Pokal auf Bezirksebene war der Lohn für ausgezeichnetes Tischtennis.

