Glückwunsch an Neumarkt
So richtig hat nach der Niederlage gegen Schnaittenbach wohl keiner mehr an einen Erfolg in Neumarkt gedacht. Um die Meisterschaft ging es ohnehin am drittletzten Spieltag nicht mehr, Berngau hatte am Abend zuvor in Hirschau mit 9:7 gewonnen.
Somit konnten wir unbeschwert aufspielen. Es fehlte dann aber doch am letzten Ehrgeiz und der Konzentration um die gut aufgelegten Neumarkter in Bedrängnis zu bringen. Der Reihe nach.
Michel und Johannes hatten es mit Edi Bleisteiner und Dieter Gerhart zu tun. Sie spielten ihr technisch schlechtestes Doppel seit langem: In den ersten beiden Sätzen suchte Jo vergeblich seine Vorhand, im dritten wusste Michel mit den Returns nicht so richtig was anzufangen: 0:3.
Ralf und Lutz spielten super gegen Daniel Spille und Chritopher Geissler. Selbst ein Kantenball zum 3:7 im 3. Satz konnte den 3:0 Erfolg gefährden. Harry und Wolfgang spielten wiederum konstant unter Durchschnitt und verloren gegen das durchaus schlagbare Doppel Tobias Thiede und Holger Prem mit 0:3.
Johannes konnte leider seinen Hinrundenerfolg gegen Edi Bleisteiner nicht wiederholen. Das Blatt wendete sich leider nach souverän gewonnenen ersten Sätzen. Jo verlor im 5. Satz nach sehenswertem Spiel mit gefühlvollen Top Spin Duellen und satten Kernschüssen. Michel revanchierte sich für die Hinspielniederlage gegen Dieter Gerhart, hatte auf die kurz angerissenen mit viel Spin versehenen Bälle die bessere Antwort und zusätzlich noch das nötige Quäntchen Glück um in der Verlängerung im 5. Satz zu gewinnen.
Anstelle mit Wolfgang Forster hatte es Wolfgang mit Nachwuchstalent Daniel Spille zu tun. Dani wusste nun überhaupt nichts mit Wolfgangs Aufschlägen zu tun und fand überhaupt nicht in sein Spiel. Sehr zur Freude von Wolfgang, der einen nicht geplanten 3:1 Erfolg verbuchte. Ralf hatte es mit einem gut aufgelegten Christopher Geissler zu tun. Wie schon im Hinspiel konnte er ihn nur im 1. Satz in Schach halten. Da auch Ralf auf der vergeblichen Suche nach seiner Vorhand war, konnte er selbst Elfmeter nicht verwandeln und schon war die 1:3 Niederlage da.
Im unteren Paarkreuz waren auch keine Blumentöpfe zu gewinnen. Harry war spielerisch gut drauf und brachte Tobias Tiede ab und zu mit schönen Verteidiungsaktionen in Verlegenheit. Aber das 1:3 war nicht zu verhindern. Lutz konnte die Aufschläge von Holger Prem nicht lesen. Dies steigerte noch die Sicherheit von Holger und schon war das 0:3 da - abhaken und vergessen.
Michel zog wiederum gegen Edi Beisteiner den Kürzeren . Edis Aufschläge und der darauf aufbauende Angriff waren zu druckvoll und 1:3 die Konsequenz. Jo hatte gegen Dieter Gerhart diesmal keinen Auftrag und wiederholte seine Hinspielniederlage, die diesmal allerdings noch deutlicher ausfiel.
Ralfs Noppen interessierten Daniel Spille nur tangentiell peripher oder so. Immer wieder schlug es bei Ralf ein. Nur im 3. Satz keimte Hoffnung auf, als Ralf 10:6 führte. Aber selbst das konnte die 0:3 Niederlage nicht verhindern.
Nach 4:9 im Hinspiel nun ein 3:9 allerdings ohne Jürgen Kiener. Da half auch Wolfgangs mitgebrachtes Maskottchen Rika - eine 7 Monate alte Schäferhündin - nichts. Er hätte sie wohl nicht im Auto lassen sollen. Wir hatten gegen den wahrscheinlich kommenden Meister verloren, aber unsere Moral war so schlecht nicht.

