Ralf Deiler gönnt sich für seinen Start in die zweite Lebenshälfte was Gutes: Ab in die Dominikanische Republik. Alois Raab hatte sich auch abgemeldet wegen dringender Festivitäten. So kam Ekke-Rüdiger Wolfgang unverhofft zu seinem ersten Einsatz in der ersten Mannschaft und Josef Demel zu seinem zweiten innerhalb einer Woche. DJK musste auf Andy Moser verzichten, der für sechs Wochen Neuseeland unsicher macht. Daneben fehlte noch Joseph Namyslo, was wahrscheinlich bei einer Bilanz von 0:5 DJK nicht wirklich schwächte. Dafür traten Josef Kaltner und Martin Birner an.
Also durfte man gespannt sein, ob wir unseren knappen 9:7 Hinspielerfolg auch auswärts wiederholen konnten.
Viktor Schober und Thomas Krapf - Doppel 1 - hatten es mit Jurij Ptaschkin (3) und Manoel Hoffmann (4) zu tun. Und das machten sie gut. Nur im 3. Satz lies die Konzentration etwas nach, aber ansonsten gab es am 3:1 Erfolg nichts zu deuteln, auch wenn der 2. Satz mit 12:10 denkbar knapp an Viktor und Thomas ging. Wolfgang Jedich und Markus Schneider spielten zum ersten Mal in dieser Saison zusammen und das gegen das neu formierte Doppel Simon Herberg - dessen Doppelpartner ist sonst Andy Moser - und Robert Neubauer. Wolfgang und Markus waren gut drauf und ließen Simon und Robert gar nicht erst ins Spiel kommen. Sie mussten zwar den dritten Satz - unnötigerweise - abgeben, gewannen dann aber verdient in 4 Sätzen. Josef Demel und Ekke-Rüdiger Wolfgang hatten wenig zu bestellen gegen Josef Kaltner und Martin Birner und mussten sich klar mit 0:3 geschlagen geben.
2:1 nach den Doppeln - besser als im Hinspiel (1:2).
Wolfgang Jedich musste gegen den starken Simon Herberg ran. Er konnte mit seinen Aufschlägen nicht so punkten, da Simon gut retournierte und Wolfgang einen Tick zu langsam und bei der Verwertung der "Elfmeter" zu unsicher war - das 1:3 war perfekt. Viktor Schober wollte seinen Hinspielerfolg gegen Robert Neubauer wiederholen, hatte aber an diesem späten Samstagnachmittag leichte Konzentrationsprobleme. Sein ansonsten sicheres Konterspiel und seine gefährliche Rückhand waren irgendwie auf der Autobahn zwischen Wien und Amberg auf der Strecke geblieben. So ging trotz Steigerung jeder der drei Sätze knapp an Robert (7, 9, 11).
Markus Schneider ging mit hohem Selbstvertrauen und dem Erfolg im Doppel ins Spiel gegen Jurij Ptaschkin. Markus war an diesem Nachmittag topfit. Nach einem knapp verlorenen 1. Satz (9:11) biss er sich im 2. mit 12:10 durch und ließ dann im 3. (11:9) und 4. (11:7) nichts mehr anbrennen.
Thomas Krapf wollte ebenfalls gegen Manoel Hoffmann seinen Hinspielerfolg wiederholen. Es wurde ein spannender Kampf mit schönen Ballwechseln und leider diesmal dem besseren Ende für Manoel. Thomas lag im fünften Satz gleich mit 0:6 zurück und konnte dann auch nach einer Auszeit das Blatt nicht mehr wenden (6:11).
Ekke-Rüdiger Wolfgang hatte gegen Josef Kaltner nichts zu verlieren, leider auch nichts zu gewinnen. Als Ersatz für den Ersatzmann Roman schlug Ekke sich wacker, konnte aber die 0:3 Niederlage nicht verhindern.
Der Fuchs Josef Demel hatte gegen Martin Birner den Sieg schon in greifbare Nähe. Er führte im 5. Satz bereits mit 6:2 und wurde dann aus seiner Konzentration gebracht. Dabei wollten die Sportkameraden nur helfen mit dem Hinweis, dass der Schiedsrichter statt 6:2 für Sepp auf der Anzeige 2:6 stehen hatte. Es kam, wie es nicht kommen sollte - Sepp fand die innere Ruhe nicht mehr, kämpfte zwar noch (zu) verbissen und wenn man schon kein Glück hat, kommt auch noch Pech hinzu. Was soll's - 12:24 hieß es zum Schluss und Sepp haderte mit allen und mit sich selbst vielleicht am meisten.
Nur 1 Einzel gewonnen und damit 3:6 nach dem ersten Durchgang - das so ziemlich dunkel aus.
Viktor Schober spielte im ersten Satz groß auf gegen Simon Herberg und gewann 11:4. Sollte da noch ein überraschender Sieg drin sein. Hoffnung keimte auf. Sollte Viktor seinen 3:1 Erfolg vom Hinspiel wiederholen können? Pustekuchen. Simon lies Viktor in den kommenden drei Sätzen nicht mehr zum Zuge kommen und revanchierte sich nun ebenfalls mit einem 3:1 Erfolg. Dafür hatte Wolfgang Jedich gegen Robert Neubauer schon psychologische Vorteile, da Robert noch gut in Erinnerung hatte, dass er mit Wolfgangs Aufschlägen eigentlich so richtig gar nichts anfangen konnte. Das sollte auch in diesem Spiel der Fall sein. Verlief der erste Satz mit 10:12 noch sehr knapp zugunsten Wolfgang, so gingen Satz 2 und 3 deutlich ebenfalls an Wolfgang.
Thomas Krapf zeigte gegen Jurij Ptaschkin, dass, wenn seine Top Spin kommen, kaum ein Kraut dagegen gewachsen ist. Und sie kamen, so dass ein knappes, aber verdientes 3:0 für Thomas die konsequente Folge waren. Und was war nur mit Markus los? Der zeigte im Spiel gegen Manoel Hofmmann keine Nerven. Ein erstklassiges und hochdramatisches Spiel im mittleren Paarkreuz mit Ballwechseln, die einer 3. Bezirksliga gut zu Gesicht stehen. Mit 15:17 und 10:12 musste Markus die ersten beiden Sätze abgeben, da Manoel immer den Tick besser war. Satz 3 und 4 gingen genauso knapp mit jeweils 11:9 an Markus, so dass der fünfte Satz die Entscheidung bringen musste. Hier lag Markus mit 0:5 zurück und nahm sich eine Auszeit. Ein ausgewechselter Markus kam zurück und was keiner für möglich hielt, passierte: Markus machte danach 11:1 Punkte - Wahnsinn.
Als dann noch Josef Demel sich nervlich erholt gegen Josef Kaltner knapp aber verdient mit 3:1 gewann, stand es auf einmal 7:7. Zumindest ein Unentschieden schien greifbar. Ekke-Rüdiger Wolfgang war auch gegen Martin Birner im Abschluss zu unsicher. Wenn Ekkes Rückhand doch die Elfmeter verwandeln könnten, die Martin aufgelegt hatte -
So hatten Viktor Schober und Thomas Krapf gegen Simon Herberg und Robert Neubauer die Chance das eigentlich nicht mehr geglaubte Unentschieden zu holen. Und es war ein Endspiel, das den Namen verdient hat. Der erste Satz war erbittert umkämpft und endete erst mit einem 19:17 - leider für Simon und Robert. Satz 2 ging deutlicher mit 11:6 ebenfalls an DJK. Dafür nun endlich der 3. Satz mit 11:7 an Viktor und Thomas. Hart umkämpft auch Satz 4 und knapp mit 14:12 an uns. Tja, was soll ich schreiben zum Satz 5. Wie schon mehrfach an diesem Abend lagen wir 0:5 zurück, da scheinen wir echte Startprobleme zu haben. Die Aufholjagd nach dem Wechsel gelang dann nicht mehr und so fuhr DJK einen hart umkämpften 9:7 Erfolg ein.
0:8 Punkte aus den beiden englischen Wochen und zum ersten Mal in dieser Saison mit einem negativen Punktekonto (13:15). Aktuell haben wir nur noch vier Pluspunkte Vorsprung zum Tabellenvorletzten FC Freihung. Da ist es gut, dass wir nun Time Out haben. In diesen drei Wochen Spielfrei können wir uns regenerieren, unsere Wunden lecken, Fasching feiern, Ralf seinen 50. um dann wieder hoffentlich komplett am 26.02. gegen SV Hahnbach auf eigenen Tischen mal wieder zu punkten. Mit dem TV Amberg, SV Schmidmühlen und TuS Vilseck haben wir ja noch ein Restprogramm, bei dem der eine oder andere Punkt machbar erscheint.

