Dabei standen alle Zeichen auf Fortsetzung der kleinen Siegserie. Wir konnten komplett antreten. Viktor Schober hatte seinen Urlaub verschieben können und Wolfgang Jedich war im Tiefflug wieder heil von der Nordsee zurückgekommen. Schmidmühlen musste wie fast immer auf Martin Viehauser verzichten und setzte dafür zum ersten Mal die Nr. 11 Helmut Döberl ein.
Viktor Schober und Thomas Krapf mussten gegen das starke Doppel Fritze Kolb und Alfons Meyer ran und bekamen gleich im ersten Satz mit 4:11 eine klare Ansage. Den zweiten Satz konnten sie noch knapp mit 13:11 drehen, aber dann war auch schon Ende der Kunst. Satz 3 und 4 gingen nicht unverdient an Fritz und Alfons. Ralf Deiler und Wolfgang Jedich gingen nach 2 Siegen guter Hoffnung ins Spiel gegen Peter Meyer und Helmut Döberl, die zum ersten Mal zusammen spielten. Fassten Ralf und Wolfgang den ersten Satzverlust mit 8:11 noch als Betriebsunfall auf, zogen sie auch im zweiten Satz mit 6:11 deutlich den Kürzeren. Wolfgang war von der Rolle, konnte auch im dritten Satz nicht an die Leistungen der vorhergehenden Spiele anknüpfen und schon war auch der dritte Satz mit 10:12 verloren. Ob diese unerwartete Niederlage Alois Raab und Markus Schneider irgendwie beeinflusste? Die beiden fanden ebenfalls keine Mittel gegen Christopher Roidl und Alexander Graf, leisteten noch im ersten Satz am meisten Gegenwehr - 11:13 - um dann mit 4:11 und 9:11 auch die Sätze 2 und 3 in Schmidmühlen zu lassen.
0:3 nach den Doppeln - so hatten wir uns das nicht vorgestellt.
Unbeeindruckt von der Doppelmisere spielte Viktor Schober gegen Fritze Kolb auf. Der verschobene Tag Urlaub tat Viktor anscheinend sichtlich gut. Konzentriert, platziert mit der richtigen Härte versah er die Bälle. So sehr Fritz sich auch abmühte hatte Viktor meistens immer die bessere Antwort - egal ob es der Block beim Top Spin oder auch die sehenswertern Konterduelle waren, die teilweise extrem diagonal durchgeführt wurden. Ein deutliches 3:0 für Viktor. Danach waren Noppen gegen Noppen angesagt. Ralf Deiler im Dauerduell gegen Peter Meyer und beide kopfschüttelnd über die Fehler, die sie machten. Leider machte Ralf in diesem typischen Noppen-Spiel zwei Fehler zuviel und Peter hatte in diesem sehr ausgeglichenen Spiel zum richtigen Zeitpunkt auch noch das Glück auf seiner Seite und konnte den fünften Satz mit 13:11 für sich entscheiden.
Eine schwere Aufgabe lag vor Alois Raab. Mit Alfons Meyer, der lange Zeit bei Schmidmühlen im oberen Paarkreuz gespielt hatte, war nicht gut Kirschen essen. Alfons' Aufschläge sind nicht von schlechten Eltern und sein anschließendes Top Spin und Konterspiel ebenfalls nicht. Alois kämpfte verbissen, musste sich dann aber doch mit 3:0 geschlagen geben, da er im eigenen Aufschlagspiel dann doch zuwenig Punkte sammeln konnte. Wolfgang Jedich setzte auf seine schlechte Leistung im Doppel im Einzel noch einen drauf und bescherte dem in dieser Saison bisher sieglosen Christopher Roidl seinen ersten Sieg. 8:11 im fünften Satz und damit ging schon der zweite fest eingeplante Punkt an Schmidmühlen.
Markus Schneider erledigte souverän die Hausaufgabe gegen Alexander Graf. Unbeeindruckt vom schlechten Spielstand hatte Markus die Ruhe weg und sorgte mit dem ungefährdeten 3:0 dafür, dass wir nicht den Anschluss an Schmidmühlen verloren. Thomas Krapf hat sehr viel Mühe mit Helmut Döberl und es sah auch gar nicht gut aus. 0:2 Satzrückstand und 1:5 im dritten Satz - Auszeit! Thomas sammelte mit Dextro Energen neue Kräfte und Konzentration. Digital Tommy schaffte es tatsächlich noch das Spiel zu drehen und wir konnten uns über ein 3:2 freuen.
3:6 nach dem ersten Durchgang - auch das war nicht das, war wir uns vorher erwartet hatten, aber es war noch alles drin.
Im Spitzenspiel hatte Ralf Deiler gegen Fritz Kolb auch nicht das Glück gepachtet und musste nach dem Gewinn des 1. Satzes den zweiten knapp mit 12:10 abgeben um dann den dritten wieder für sich zu entscheiden. Leider hatte Fritz dann auf das lange Noppen Spiel von Ralf im vierten und fünften Satz die besseren Antworten und die 2:3 Niederlage war besiegelt. Die besseren Antworten auf die langen Noppen von Peter Meyer hatte erfreulicherweise auch Viktor Schober. Im ersten Satz musste Viktor sich wohl noch an das Halbdistanzspiel von Peter gewöhnen. Aber dann war die Schonfrist abgelaufen und Peter musste ein ums andere Mal die Bälle einsammeln, die Viktor im nach Belieben in Rückhand oder Vorhand platziert und hart servierte und sich somit einen ungefährdeten 3:1 Siege einfuhr.
Nach den unterirdischen Leistungen in den ersten beiden Spielen rechnete sich Wolfgang Jedich gegen Alfons Meyer nicht viel aus. Für ihn selbst überraschend gewann er allerdings dank seiner Aufschläge den ersten Satz, verlor dann aber den zweiten und dritten. Auch im vierten Satz sah es nicht gut aus, aber dann machte Alfons einige leichte Fehler und schon stand es 2:2 und es keimte noch mal Hoffnung auf. Leider wurde diese nicht erfüllt. Wolfgang konnte die Aufschläge von Alfons nicht lesen, Alfons allerdings die von Wolfgang. Somit ging der 3:2 Erfolg von Alfons voll in Ordnung. Alois Raab zeigte dann, wie man gegen Christopher Roidl spielen muss: 11:1 und 11:3. Das war wohl zu einfach und so ist das 7:11 im dritten Satz nur als unkonzentrierter Ausrutscher zu bewerten. Mit 11:8 im vierten Satz war dann der klare 3:1 Sieg unter Dach und Fach.
Markus Schneider und Thomas Krapf behielten beim Stand von 5:8 gegen uns die Nerven und ließen Alexander Graf und Helmut Döberl bei den beiden 3:0 Siegen keine Chance. Nun hatte es das Schlussdoppel Ralf Deiler und Wolfgang Jedich in der Hand gegen das starke Doppel Fritz Kolb und Alfons Meyer noch das Unentschieden zu retten. Aber auch in seinem vierten Spiel an diesem Abend konnte Wolfgang seine Leistungen nicht steigern, so dass Ralf auf verlorenen Posten stand um die Niederlage noch abzuwehren. Die beiden konnten nur knapp den zweiten Satz für sich entscheiden um dann in Satz drei und vier den immer stärker werdenden Fritz und Alfons den verdienten Sieg zu überlassen.
7:9 hieß damit das aus unserer Sicht unerfreuliche Endergebnis - Ralf und Wolfgang werden sich sicherlich für die Rückrunde etwas vornehmen. Am Freitag erwarten wir das Schlusslicht Vilseck - Wiedergutmachung ist angesagt.

